Wenn das Arbeiten nach Urlaub schmeckt

Ich nähere mich sicher aber doch der 4500-Kilometer-Marke und bin somit ein gutes Stück von Zuhause (Niederösterreich) weg. Aber mein Heimweh hält sich in Grenzen, dafür ist das Fernweh recht gut spürbar. Das Unterwegssein bereitet unendlich viel Freude, auch wenn es nicht immer ganz einfach ist. Teilweise auch sehr mühsam. Es ist ein ständiges An-, Vorwärts- und Wegkommen. Die Orte, die mein temporäres Zuhause sind, sind recht unterschiedlich. Und man sollte bei Gott nicht empfindlich sein, denn manchmal ist es, naja, schon recht rustikal.

Gar nicht rustikal ist mein „Partner in Crime“, mein Skoda Roomster, unterwegs: Ihn zieren ja – wer den ersten Beitrag gelesen hat – die Leichtmetallräder DEZENT TX graphite. Und alle vier sind noch heil, und dies ob der unterschiedlichen Straßenverhältnisse. Ab und an erinnern mich die Neben- bzw. manchmal auch recht dürftig beschaffenen Landstraßen hier etwas an Indien.

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Frisch verliebt.
Nach Österreich, Deutschland, dem Fürstentum Liechtenstein, der Schweiz, Frankreich und Spanien bin ich nun in Portugal. Die Algarve hat sofort mein Herz erobert, denn sie ist traumhaft schön und so wunderbar facettenreich. Natürlich hätte ich mehr entdecken können, vor allem die Insellandschaften zwischen Tavira und Faro, aber dazu hätte ich mein gesamtes Reisegepäck stehen lassen müssen, denn Autos sind auf diesen Inseln nicht möglich.
Daher bleibt der Besuch des wohl schönsten Strandes der Algarve, dem Praia do Barril, weiter auf der Bucket-List.
Nach San José und Tarifa – beide in Andalusien – hat es mir hier an der Algarve die Kleinstadt Armação de Pêra angetan. Ich weiß nicht warum. Ich mag diese drei Orte. Habe mich in ihnen gleich wohl und zuhause gefühlt. Dabei sind sie recht simpel. Das ist ja das schöne am Reisen, vor allem wenn man selbst mit dem Auto unterwegs ist, nur grob geplant hat und ständig am Aufspüren ist. Man wird ständig fündig, denn es gelingt einem immer wieder quasi einen „Trüffel“ zu finden.
Sei dies ein ruhiger fast menschenleerer Strand, wie letztens nachdem ich querfeldein, einfach mal rechts, mal links abgebogen bin, oder ein Naturpark, der sich vor einem ausbreitet und von niemanden wirklich genutzt wird, dabei so viel Wunderbares preisgibt.

Meine aktuellen Top-3-Stationen auf diesem Abenteuer:
1. Armação de Pêra an der Algarve, Portugal
2. Tarifa in Andalusien, Spanien & San José mit Cabo de Gata in Andalusien, Spanien
3. Tangier in Marokko, Afrika

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Work-Life-Beach-Balance
Im Gegensatz zu meinem Digitalnomadendasein 2017 gönne ich mir dieses Jahr auch ein wenig Auszeit auf diesem Abenteuer. Jetzt, wo ich quasi Internet-autark bin, geht das Arbeiten noch leichter vonstatten. Den 30 GB Daten sei Dank! Denn ehrlich gesagt ist das WLAN hier manchmal nur in Spuren enthalten. Als hätte jemand eine Allergie darauf. Und das 2018!

Somit ist meine Work-Life-Balance um einen Bereich reicher: Beach. Denn dort versuche ich viel Zeit zu verbringen. Sei es, um nur am Strand zu spazieren, auf den Ozean zu starren oder am Teint zu arbeiten. Das Surfbrett ist noch im Auto festgezurrt, bis dato gab es keine wirkliche Möglichkeit es auszupacken. Ich hoffe darauf, dies in Kürze ändern zu können.

Wann immer ich von diesem Projekt erzähle, die erste Reaktion der Menschen ist meist dieselbe: Also ich könnte das nicht! Ich frage dann immer, warum denn eigentlich nicht? Jeder findet sofort Gründe, warum es unmöglich ist, keiner überlegt tatsächlich, ob es nicht doch gelingen würde, wenn man den einen oder anderen Kompromiss machen würde. Und das finde ich schade. Denn Reisen, das öffnet den Kopf und das Herz. Es bringt so viel Gutes mit sich und die Distanz zum Alltag kann so viel Energie freisetzen.